Was wir erreicht haben
Organisationen im Gesundheits- und Sozialsektor befinden sich im Dauermodus der Fachkräftesuche. Umso problematischer ist es, wenn neue Mitarbeitende nicht langfristig gebunden werden und das Unternehmen schnell wieder verlassen. Der Schlüssel liegt in der Arbeitgeberattraktivität, die das Gewinnen und Halten von Fachkräften maßgeblich erleichtert – wie diese Best Practice zeigt.
Durch eine systematische Analyse der Arbeitsrealität und die Umsetzung konkret greifbarer Maßnahmen konnte eine soziale Einrichtung mit rund 320 Mitarbeitenden die Frühfluktuation deutlich reduzieren, offene Stellen schneller besetzen und die Stabilität in den Teams nachhaltig verbessern.
Ausgangslage
Die soziale Einrichtung mit rund 320 Mitarbeitenden stand vor einer doppelten Herausforderung: Fachstellen blieben regelmäßig über Monate unbesetzt, während gleichzeitig neue Mitarbeitende bereits in den ersten 18 Monaten wieder ausschieden.
Führungskräfte waren stark in die operative Steuerung eingebunden – für Führung, Entwicklung und Gespräche mit Mitarbeitenden blieb ebenso wenig Raum wie für die strukturierte Einarbeitung neuer Fachkräfte. Im Schichtbetrieb mit wechselnden Teams fehlten dazu noch häufig klare Übergaben – neue Mitarbeitende fanden sich dadurch nur schwer in Abläufe ein.
Bindung als Recruiting-Hebel
zeag hat gemeinsam mit der Geschäftsführung den Fokus bewusst verschoben. Nicht die Anzahl der Bewerbungen stand im Mittelpunkt, sondern die tatsächliche Erfahrung neuer Mitarbeitender im Arbeitsalltag.
Die zentrale Hypothese: Recruiting scheiterte nicht primär an zu wenigen Bewerbungen, sondern an mangelnder Bindung in den ersten Wochen. Entscheidend war deshalb nicht, wie das Unternehmen nach außen wirkt, sondern wie es intern erlebt wird – insbesondere zu Beginn des Einstiegs.
Wirkung: Arbeitgeberattraktivität nach innen und außen
Neue Mitarbeitende blieben deutlich häufiger im Unternehmen und die Frühfluktuation ging so weit zurück, dass Teams wieder stabil geplant werden konnten und weniger kurzfristige Ausfälle kompensiert werden mussten. Dadurch wurden die Dienstpläne verlässlicher, klarere Abstimmungen sorgten für mehr Sicherheit bei den Mitarbeitenden, und die Führung konnte sich wieder stärker auf ihre eigentliche Aufgabe konzentrieren – das Führen.
Durch stabilere Teams und eine klarere Arbeitgeberpositionierung entstand ein konsistenteres Bild nach außen – was dazu führte, dass sich mehr passende Bewerbende angesprochen fühlten. Zudem reduzierte sich der Recruitingbedarf.
Im Re-Check wurde sichtbar, wie die Einrichtung durch gezielte Maßnahmen in den identifizierten Handlungsfeldern ihre Arbeitgeberattraktivität nachhaltig steigern konnte.
Zentrale Erkenntnis: Durch Mitarbeiterbindung zu besserem Recruiting
Der Fachkräftemangel wird häufig zusätzlich durch eine geringe Mitarbeiterbindung verschärft. Diese Fallstudie zeigt, wie durch das Zusammenspiel von Führung, Zusammenarbeit, Onboarding und Arbeitgeberpositionierung sowohl die Bindung als auch der Recruiting-Erfolg positiv beeinflusst werden können.
zeag hat diese Faktoren durch eine systematische Analyse sichtbar und entwickelbar gemacht. Die Einrichtung ist dadurch heute in der Lage, ihre Arbeitgeberattraktivität gezielt und nachhaltig weiterzuentwickeln.

