Expertenstimme von Silke Masurat im Blog von zeag

Silke Masurat

Geschäftsführerin der zeag und Expertin für zukunftsfähige Arbeitgeber­attraktivität.

Zuletzt am 25. Oktober 2026 bearbeitet

KI-Kultur & Arbeitgeberattraktivität

Die neue Währung der Arbeitgebermarke: Warum KI ohne Kultur an Wert verliert

Expertenstimme von Silke Masurat im Blog von zeag

Silke Masurat

KI-Tools sind schnell eingeführt. Doch eine Organisation, die bereit ist, mit KI zu arbeiten, entsteht nicht auf Knopfdruck. Während Unternehmen über Anwendungen, Datenschutz und Effizienzpotenziale diskutieren, entscheidet sich, ob KI tatsächlich Wirkung entfalten kann: in der Unternehmenskultur.

Das aktuelle Trendbarometer Arbeitgeberattraktivität im Mittelstand 2026 von zeag und dem Institut für Führung und Personalmanagement der Universität St. Gallen zeigt: Der kulturelle Umgang mit KI wird zum Faktor für Arbeitgeberattraktivität. Grundlage sind Daten von 19.341 Befragten aus 94 deutschen Unternehmen.

Ein Expertenblog von zeag zum Thema KI-Kultur

Drei Zahlen, die den Zusammenhang sichtbar machen

34 %

der untersuchten Unternehmen werden von ihren Mitarbeitenden als (sehr) attraktiv eingeschätzt.

28 %

weisen eine stark ausgeprägte KI-Culture auf.

21 %

stärker ist die KI-Culture bei attraktiven Arbeitgebern im Vergleich zu unattraktiven Arbeitgebern ausgeprägt.

Die Zahlen zeigen: KI-Culture ist bereits heute mit Arbeitgeberattraktivität verbunden. Doch was genau macht eine solche Kultur aus?

KI-Culture wird zum Faktor für Arbeitgeberattraktivität

Arbeitgeberattraktivität verändert sich mit der Arbeitswelt. Das Trendbarometer zeigt: KI-Culture zählt bereits heute zu den fünf stärksten Treibern der Arbeitgeberattraktivität. Damit wird KI zu mehr als einem Technologie- und Produktivitätsthema. Wie Unternehmen den Wandel gestalten, prägt auch, wie Mitarbeitende ihren Arbeitgeber erleben.

Denn für Mitarbeitende bedeutet KI nicht einfach eine neue Software. KI verändert Tätigkeiten, Kompetenzanforderungen und möglicherweise Rollen. Sie kann Arbeit erleichtern und neue Freiräume schaffen – gleichzeitig aber Unsicherheit erzeugen.

Umso wichtiger ist das Umfeld, in dem Menschen diesen Wandel erleben: Orientierung, Möglichkeiten zum Lernen und Ausprobieren, eine klare Richtung und Führungskräfte, die den digitalen Wandel glaubwürdig mittragen. Genau hier beginnt KI-Culture.

Warum KI-Tools allein nicht reichen

KI-Transformation findet auf zwei Ebenen statt: Technologie schafft die Voraussetzungen, Kultur entscheidet über den Umgang damit. Die beiden Ebenen im Überblick:

Technologie-Ebene Welche KI-Tools nutzen wir? Wo kann KI-Prozesse verbessern? Was ist erlaubt? Welche Daten dürfen verarbeitet werden? Kultur-Ebene Wie offen gehen wir mit neuen Technologien um? Können Mitarbeitende lernen und ausprobieren? Gibt es Orientierung und Sicherheit? Wie wird der Wandel durch Führung unterstützt?

Technologie-Ebene

Welche KI-Tools nutzen wir?

Wo kann KI-Prozesse verbessern

Was ist erlaubt?

Welche Daten dürfen verarbeitet werden?

Kultur-Ebene

Wie offen gehen wir mit neuen Technologien um?

Können Mitarbeitende lernen und ausprobieren?

Gibt es Orientierung und Sicherheit?

Wie wird der Wandel durch Führung unterstützt?

Das Trendbarometer definiert KI-Culture als die Einstellungen, Verhaltensweisen und die Strategie eines Unternehmens, die eine Weiterentwicklung im Rahmen der KI-Transformation ermöglichen.

Wie wichtig diese kulturelle Dimension im Arbeitsalltag ist, zeigt das Beispiel der Schatten-KI: Fehlt die Orientierung, können Mitarbeitende KI-Anwendungen außerhalb der offiziell vorgesehenen Strukturen nutzen. Klare Regeln und Governance bleiben wichtig – ebenso eine Kultur, in der offen über Nutzung, Unsicherheiten und Grenzen von KI gesprochen wird.

Hinweis: Der Zusammenhang mit Schatten-KI ist eine ergänzende Einordnung von zeag und nicht Gegenstand der Datenauswertung des Trendbarometers 2026.

Was macht eine wirksame KI-Culture aus?

Das Trendbarometer 2026 zeigt, welche konkreten Dimensionen hinter KI-Culture stehen, wie unterschiedlich stark sie mit Arbeitgeberattraktivität zusammenhängen und welche Ansatzpunkte sich daraus für Unternehmen ergeben.

Führung wird zum Übersetzer der KI-Transformation

Eine Gruppe spielt dabei eine besondere Rolle: Führungskräfte.

Sie müssen nicht zu KI-Spezialisten werden. Aber sie müssen in der Lage sein, technologischen Wandel in den Arbeitsalltag zu übersetzen. Was bedeutet KI für unser Team? Was dürfen wir ausprobieren? Wo liegen Grenzen? Welche Fähigkeiten brauchen wir künftig? Und was verändert sich für den einzelnen Mitarbeitenden?

Strategien und Richtlinien geben den Rahmen vor. Führung entscheidet, ob daraus im Arbeitsalltag Orientierung und Sicherheit entstehen. Das Trendbarometer zeigt zugleich: Gerade bei Digital Leadership besteht in den untersuchten Unternehmen deutlicher Entwicklungsbedarf. KI-Transformation ist deshalb immer auch Führungsentwicklung. Denn Mitarbeitende erleben die digitale Strategie eines Unternehmens nicht nur in einem Strategiepapier.

Sie erleben sie im Verhalten ihrer Führungskräfte.

Wie KI-ready ist Ihre Organisation?

Die Studienergebnisse zeigen die Bedeutung von KI-Culture für die Arbeitgeberattraktivität. Jetzt geht es um den Blick auf die eigene Organisation: Wo stehen Sie heute und wo besteht noch Entwicklungsbedarf?

Der KI-Readiness-Selbstcheck bietet eine erste Orientierung: Beantworten Sie acht kurze Aussagen und erhalten Sie eine Einordnung Ihrer aktuellen Situation.

TOP JOBSelbstcheck KI-Culture

Wie viel KI steckt in Ihrem Unternehmen? Wie gut ist Ihre Organisation darauf vorbereitet, mit KI zu arbeiten?

KI-Culture zählt laut Trendbarometer 2026 zu den fünf stärksten Treibern der Arbeitgeberattraktivität, ist aber nur in 28 % der untersuchten Unternehmen stark ausgeprägt. Acht Fragen zeigen Ihnen, wo Ihre Organisation heute steht.

  • 8 Fragen
  • ca. 2 Minuten
  • keine Anmeldung nötig

Der Kurzcheck dient der persönlichen Selbsteinschätzung und Orientierung. Er ist keine wissenschaftliche Messung der KI-Culture auf Basis des Trendbarometers und ersetzt keine organisationsweite Analyse.

Technologie kann man implementieren. Kultur muss man entwickeln.

KI eröffnet Unternehmen enorme Möglichkeiten. Entscheidend ist, ob die Organisation die Voraussetzungen schafft, damit Menschen Orientierung erhalten, Kompetenzen entwickeln und Veränderung mitgestalten können.

KI-Culture ist bereits heute ein relevanter Treiber der Arbeitgeberattraktivität. Doch welche Aspekte machen dabei den Unterschied – und wie stark hängen sie jeweils mit Arbeitgeberattraktivität zusammen?

Das Trendbarometer 2026 zeigt auf Basis von 19.341 Befragten aus 94 Unternehmen die konkreten Dimensionen der KI-Culture, ihre unterschiedlichen Zusammenhänge mit Arbeitgeberattraktivität und Ansatzpunkte für Unternehmen.

Lassen Sie uns gemeinsam
auf Ihre Situation schauen.

Wenn Sie vor einer ähnlichen Situation stehen oder sich fragen, wie Ihre Organisation aktuell aufgestellt ist, schauen wir gerne gemeinsam darauf. In einem unverbindlichen Erstgespräch oder einem kurzen Puls-Check erhalten Sie eine fundierte Einschätzung – ruhig, strukturiert und ohne Verkaufsdruck.

Lesen Sie andere aktuelle Beiträge.